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Gunther (955 - 1045), ein einflussreicher
thüringischer Hochadeliger, trat 1005 in den
Benediktinerorden ein. 1006 kam er in das
Kloster Niederaltaich, 1008 zog er als Einsiedler
in den unbesiedelten "Nordwald" bei Lalling.
1011 zog er noch tiefer in den Böhmerwald. Er
ließ sich zunächst als Eremit beim heutigen
Frauenbrünnl bei Gehmannsberg nieder. 1012
gründete er zusammen mit Niederaltaicher
Mitbrüdern im Tal des Baches Rinchnach eine
Siedlung. Bald kamen weltliche Siedler nach,
Kloster und Ort Rinchnach wuchsen schnell und
wurden zum Rodung- und
Herrschaftsmittelpunkt des Mittleren
Bayerischen Waldes. Schon 1019 wurde die
erste Kirche eingeweiht.
St. Gunther wirkte in Rinchnach bis 1040. Im
Dienste des Kaisers war er immer wieder auch
als Missionar und "Kloster-/Siedlungsgründer"
in ganz Europa unterwegs.
1040 entzog er sich diesen Aufgaben, ging
gegen Norden noch tiefer in den Böhmerwald
und errichtete seine dritte Einsiedlerzelle am
Guntherfelsen beim heutigen Gutwasser (Dobra
Voda/ Hartmanice, CZ). Am 9. Oktober 1045
starb er dort. Fast alle Chroniken seiner Zeit
berichteten darüber.
Seit der Grenzöffnung 1989 kann Gunthers
Sterbeort wieder besucht werden. Und seit
1995 besteht eine Partnerschaft der
Volksschule Rinchnach mit der Schule
Hartmanitz, jährliche Schüler- und
Lehrerbegegnungen erfüllen diese mit Leben.
Gemeinsam wanderte man auch auf dem sog.
Gunthersteig, den Gunther als Handelsweg von
Niederalteich nach Böhmen neu anlegt hatte
und der heute touristisch erschlossen ist.
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Gunther als Roder
(Deckenfresko in der
Pfarrkirche Rinchnach)
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Die Rinchnach Klosterschule war auch die
erste Schule der Gegend. Sie bestand bis zur
Auflösung des Klosters im Jahre 1803
(Säkularisation in Bayern).
Die Rinchnacher Schule wurde anschließend
staatlich weitergeführt, aus dem letzten
Klosterlehrer Jakob Stadler wurde ein
königlicher Schullehrer.
Zur Zeit werden 243 Schüler von 22
Lehrkräften in 12 Klassen unterrichtet.Der
Unterricht findet in drei Schul-Gebäuden statt.
Das jetzige Hauptgebäude wurde 1960
bezogen und 1969 bzw. 1976 erweitert durch
Klassen- und Fachräume-Anbauten nach
Norden und Osten hin sowie durch den Bau
einer Turnhalle. Seit Juli 2007 wird dieser Bau
in Teilabschnitten renoviert.
Das sog. "Rote Schulhaus" wurde 1888 als
Mädchen-Schulhaus erbaut. Heute findet dort
der Kunst- und Werkunterricht statt.
1908 wurde das sog. "Weiße Schulhaus" als
Buben-Schulhaus errichtet. Dort sind in
diesem Schuljahr drei Grundschulklassen und
die Bücherei untergebracht. Früher standen
sowohl im "Roten" als auch im "Weißen
Schulhaus" Lehrer-Dienstwohnungen zur
Verfügung.
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